Hier geht es darum dem einfachen, glücklichen Leben ein Stück entgegen zu gehen.

Freitag, 20. Januar 2017

Glück selber machen 2017-03

Was sind meine Lebensrollen?

Eines war klar, meine Zeit reichte nicht für ein zufriedenes Leben.
Ich hatte zu viele Aufgaben. Ich hechelte ihnen hinterher, Tag aus Tag ein.
So verließ mich die Energie, ich aß immer mehr und wurde immer dicker, der Alkoholkonsum stieg, ich bekam schon Angstzustände,...

Da setzte der Selbsterhaltungsmechanismus ein:
Ich googelte "Bornholm".
Instinktiv wusste ich, dass es meine Insel ist.
Ich suchte eine schöne Unterkunft.....und teilte meinem Mann mit, dass ich eine Pause brauche und mit ihm 1 Woche nach Bornholm fahren möchte.
Wir hatte über viele Jahre keinen Urlaub gemacht.
Mein Mann identifiziert sich über seine Arbeit, er liebt seine Arbeit und braucht keinen Urlaub.
Und ich habe es aus unerfindlichen Gründen hingenommen und mich angepasst.
Vielleicht reichte meine Energie auch einfach nicht.
Hamsterräder sind richtig gefährlich!

Nun saß ich auf Bornholm und hatte plötzlich Zeit zum Nachdenken und Gedanken sortieren.

Hier die Liste meiner Lebensrollen, so wie sie dort entstanden ist:
1. Beruf / Geldverdienen
2. Ehefrau
3. Mutter / Tochter / Schwester
4. Freundin
5. Soziale Kontakte
6. Hausfrau
7. Gärtnerin

Mit meiner Liste vor der Nase kam ich aus dem Staunen nicht heraus.

Ich hatte es hier schwarz auf weiß: Ich spielte in meinem Leben keine Rolle.
Ich kam nicht vor. Kein Wunder, das es nie Zeit für mich gab.

Die Erkenntnis saß.
Wieso, weshalb, warum hatte ich mich vergessen?
Warum gab es in meinem Leben keinen Platz für mein Leben?

Ich habe dann beschlossen:
Egal was war, die Zukunft liegt vor mir. Ich ändere mein Leben.
Das war der Punkt an dem ich beschlossen habe ich werde

einfach-glücklich-leben 


Also habe ich die Liste noch einmal neu geschrieben.
Meine Lebensrollen:
1. Beruf / Geldverdienen
2. Ehefrau
3. Mutter / Tochter / Schwester
4. Freundin / Soziale Kontakte
5. Hausfrau
6. Gärtnerin
7. Ich

Ok - ich gebe zu, das ist eigentlich so nicht zulässig.
Aber irgendwo mussten die sozialen Kontakte ja hin. Ich wollte sie schließlich nicht abbrechen.

Dann habe ich für alle meinen Muss-Aufgaben den Zeitbedarf aufgeschrieben, für das Schlafen, das Essen, die Körperpflege,....
Dazu dann die Zeiten die ich für meine Lebensrollen benötigen würde, wenn ich diese für mich zufriedenstellend ausfülle.
Fazit: Es fehlten 8 Stunden am Tag! Nicht schlafen ist auch keine Lösung!

Im gleichen Moment viel es mir wie Schuppen von den Augen:

Wenn ich mich in meinem Leben nicht an die erste Stelle setze, dann werde ich niemals Zeit für mein eigenes Glück haben. 

Nach dieser Erkenntnis war mir erst einmal einen Tag lang ziemlich schlecht. 

Dann habe ich diese Liste geschrieben:

Meine Lebensrollen:
1. ICH
2. Beruf / Geldverdienen
3. Ehefrau
4. Mutter / Tochter / Schwester
5. Freundin / Soziale Kontakte
6. Hausfrau
7. Gärtnerin
 

Ich habe mich gefragt: " Ist mein Lebensglück für mich das Wichtigste?"
Wichtiger als mein Beruf, meine Ehemann, mein erwachsener Sohn, meine Familie, meine Freunde und Nachbarn, mein Haus und mein Garten?

Und meine Antwort war: "Ja, mein Lebensglück ist mir das Wichtigste!"
"Ich erlaube mir in meinem Leben die Nr. 1 zu sein!"
Für alles Andere wollte ich sozialverträgliche Lösungen finden.

Und wie sieht es bei dir aus?

Wer oder was in deinem Leben ist wichtiger als du und dein Glück?

Bist du die Nr. 1 in deinem Leben?

Kommentare:

  1. Liebe Birgit,
    ja, ich erlaube mir das inzwischen auch. Aber natürlich war es auch viele Jahre anders. Der Beruf kam immer an erster Stelle und er war sehr fordernd. Hat ja auch viel Spaß gemacht, es waren täglich neue Herausforderungen. Als ich noch jünger war reichte die Energie, um trotzdem auch was für mich zu machen und für ein gewisses Sozialleben. Später wurde das immer schwieriger, die Energie reichte nicht mehr - und dann war ich ja eine Weile krank. Das brachte mich zum nachdenken, denn ich hatte erstmals Zeit zum nachdenken. Trotzdem hab ich mich wieder in den alten Trott drängen lassen, bis es nicht mehr ging.

    Es ist schon erstaunlich, dass es offenbar so schwer ist, sich um sich zu kümmern, oder ? Verrückt eigentlich. Inzwischen finde ich, dass es gut läuft. Mein jetziger Job steht nicht mehr an erster Stelle sondern ich, mein Freund, meine Mutter.

    Ich finde es klasse, wie strukturiert Du das angehst !

    Liebe Grüße
    Birgit

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  2. Danke liebe Birgit,
    du bist mir ein gutes Vorbild mit deiner heutigen Lebensweise und hast mich sehr inspiriert beim Nachdenken über mein Leben.
    Ich würde gerne ohne krank zu werden die Kurve bekommen. Manchmal braucht es wohl so einen massiven Hinweis des Lebens, damit man Ruhe zum Nachdenken findet.
    Es ist schwer die altbekannten Wege zu verlassen. Wir haben diese Wege ja beschritten, weil wir sie mochten oder weil wir uns durch die Lebensumstände auf ihnen wieder gefunden haben. Irgendwann haben wir dann unsere ausgetretenen Trampelpfade und unsere Lebensmuster so verinnerlicht, dass wir sie im Stress automatisch gehen. Immer mehr vom Selben, auch wenn es schon lange nicht mehr das Richtige ist.

    Ich wünsche dir eine gute Zeit!
    Liebe Grüße von Birgit

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